Editorial

Ostern (hebräisch pessach) steht vor der Tür. Einerseits ist Ostern im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi und andererseits bedeutet Ostern für viele Menschen einige Tage Freizeit und damit die Möglichkeit, das Leben etwas zu entschleunigen.

Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond, im Gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April.

Nach der Fastenzeit beginnt mit dem Karfreitag die österliche Freudenzeit („Osterzeit“), die fünfzig Tage bis einschliesslich Pfingsten dauert. Das Osterfest war ursprünglich 8 Tage lang und dauerte bis zum Weissen Sonntag (Osteroktav).

Erst im Mittelalter hoben sich die ersten drei Tage von der restlichen Feierwoche ab und der arbeitsfreie Zeitraum verkürzte sich, so dass nur noch der Karfreitag und der Ostermontag als gesetzlicher Feiertag erhalten blieben.

Die Herkunft der Bezeichnung „Ostern“ ist umstritten. Einige gehen davon aus, dass Ostern mit der Himmelsrichtung „Osten“ zusammenhängt. Die Richtung der aufgehenden Sonne gilt im Christentum als Symbol des auferstandenen und wiederkehrenden Jesus Christus. Andere sehen im Begriff Ostern eine Anlehnung an das Wort „Eostro“ von Beda Venerabilis (738 n.Chr.), das Morgenröte bedeuten soll. Morgenröte deshalb, weil niemand in dieser Nacht schlafen sondern, bis zur Morgenröte wach bleiben soll. In der Nacht auf Ostern wird auch der nächtliche Gottesdienst Mette gefeiert.

Viele Osterbräuche sind ausserchristlicher („heidnischer“) Herkunft, insbesondere die „Schoggihasen“ und das „Eier bemalen“.

Nichtdestotrotz wünschen wir Ihnen schöne Feiertage, geniessen Sie die „heidnischen“ Osterbräuche, lassen Sie sich „entschleunigen“ und viel Spass beim Lesen dieses Newsletters.

Adrian Schafer und Roland Bayard