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Ausblick Windows Server 2019

Am 20. März 2018 wurde von Microsoft der erste Technical Preview von Windows Server 2019 öffentlich zum Download zur Verfügung gestellt. Die neuste Windows Serverversion wartet mit Verbesserungen in den Bereich hybrid Cloud aber auch Security auf. Ebenfalls wird die Container Unterstützung nochmals deutlich ausgebaut und das Windows Subsystem für Linux (WSL) ist enthalten. Windows Server 2019 ist das nächste Release im Long-Term Servicing Channel, also die Version von Windows Server, die Microsoft langfristig mit Sicherheitspatches versorgt.

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Hybrid Cloud

Der besondere Fokus im Bereich hybrid Cloud liegt selbstverständlich bei Microsoft Azure. Die neue Server Version soll es einfacher machen, lokale und Cloud Services zu verwalten. Ob die webbasierte Verwaltungsoberfläche - bekannt unter dem Codenamen Project Honolulu – bis zur Veröffentlichung von Windows Server 2019 ebenfalls integraler Bestandteil des Betriebssystems ist, kann aktuell noch nicht definitiv beurteilt werden.

 

Container (Docker, Kubernetes) 

Des Weiteren hat Microsoft intensiv an der Unterstützung für Container gearbeitet. Analog Windows Server 2016 lässt sich das Feature über den Server Manager installieren. Nach ersten Erkenntnissen liegt der Fokus in erster Linie darauf, die Container Images von Windows Server Core zu verkleinern und damit das Handling zu vereinfachen. Die Rede ist aktuell von einer Reduzierung der Grösse der Server Core Images auf ein Drittel der jetzigen Grösse (Zielwert somit ca. 1.6GB).

Linux

Neu lässt sich das Windows-Subsystem für Linux (WSL) als Feature zu Windows Server 2019 hinzufügen. Die Rolle von WSL liegt hauptsächlich in der Verbindung mit Containern. Windows Server 2019 soll auch als Plattform für Linux basierte Container fungieren. Bereits heute lassen sich Docker Container für Windows und Linux parallel auf einem Host ausführen – wenn auch aktuell noch mit gewissen Einschränkungen. Hier sind mit der neusten Version Verbesserungen zu erwarten.

Weitere Features

Integrale Bestandteile des Windows Server 2016 bilden Windows Advanced Threat Protection und Defender ATP Exploit Guard zur Abwehr von Eindringversuchen. Wer den Server Manager aufruft, wird feststellen, dass aktuell nichts Neues zu sehen ist. Die Rollen entsprechen fast 1:1 den Rollen von Windows Server 2016. Im aktuellen Preview nicht mehr vorhanden sind die Rollen «Windows Essential Backup» sowie «MultiPoint Services». Das Buzzword «Hyper Converged Infrastructure» verbirgt sich zudem scheinbar hinter aktivierbaren Features: Im Prinzip geht es hierbei um ganz normale Server mit lokalem Storage und einem Stück Software, welche für die Redundanz von Server und Storage sorgt. Im Prinzip also SAN, Storage und Compute vereint über mehrere physikalische Server. Scalable und hyper converged eben.

Fazit

Die finale Version wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht und nach dem gleichen Prinzip wie Windows Server 2016 lizenziert werden (per Core). Allerdings werden wohl die Preise für die CALs steigen. Grundlegende Innovationen sind nach aktuellem Wissensstand keine zu erwarten. So auch nicht in den Bereichen Active Directory, PKI, WSUS oder auch RDS. Das Hauptaugenmerk für die Migration nach Windows Server 2019 dürfte somit eher beim Produkt-Lifecycle und dem damit verbundenen Microsoft-Support liegen.

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