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Microsoft Ignite 2017

Die Microsoft Ignite 2017 fand dieses Jahr in Orlando Florida statt. Da rund 2 Wochen vor Beginn der Konvention Hurrikan Irma über Florida zog, war lange unklar ob der Event wie geplant stattfinden kann. 

Die Grösse des Events ist jedes Mal aufs Neue beindruckend. Wir sprechen hier von ungefähr 25’000 Teilnehmern, welche sich in dem grossen Orange County Convention Center (ca. 650'300 m²) tummelten. Wer das Pech hatte, dass seine nächste Session im anderen Gebäude stattfand, konnte sich auf einen längeren Fussmarsch einstellen.

Die Ignite 2017 stand unter dem Motto «Digitale Transformation», das bereits bei der Keynote durch Microsoft CEO Satya Nadella immer wieder zur Sprache kam.

Was waren die wichtigsten Neuerungen, die wir an der Ignite mitbekommen haben?

Hier ein kleiner Überblick.

 

Azure Stack

Azure Stack ist im Prinzip die Verlängerung von Azure in das eigene Rechencenter. Hierfür haben die grossen Hardwarehersteller zusammen mit Microsoft Komplettlösungen erarbeitet. Dies bedeutet, dass man z.B. bei HP ein Azure Stack Rack bestellen kann, welches mit aller erforderlichen Hardware ausgestattet ist. Im Rechencenter montiert wird das Setup automatisch durchgeführt. Von da an können Virtuelle Systeme über den Azure Stack im eigenen RZ provisioniert werden. Leider gibt es einen kleinen Haken: Das Ganze ist nicht ganz billig. Man kann sich in etwa die Grössenordnung vorstellen, wenn man davon spricht ein ganzes Rack mit Komponenten zu kaufen.

Admin Center im Office 365
Ebenfalls wurden die ersten Beta Versionen der neuen Admin Center im Office 365 vorgestellt. Vor Allem das Sharepoint Admin Center wurde überarbeitet und soll jetzt viel Benutzerfreundlicher für die Administratoren sein.
Der Server 2016 wird neu ebenfalls wie schon Windows 10 einem halbjährlichen Upgrade Prozess unterzogen. Der sogenannte Semi-annual Channel sieht vor wie bei Windows 10 mit sogenannten Versionsnummern wie z.B Windows Server 1709 jedes Halbjahr eine neue Version zu lancieren. Beim Long Term Servicing ändert sich zum heutigen Stand nichts. Es erscheint alle 2-3 Jahre ein neuer Major Release des Windows Server mit der jeweiligen Jahreszahl. Was im Moment im Technical Preview ist, ist die neue Management Lösung für den Windows Server. Unter dem Namen «Project Honolulu» wurde eine komplett neue Management Oberfläche entwickelt, welche viel weitergeht als der heutige Servermanager. Dies wird ein Livechanger für den Serveradministrator sein.

https://arstechnica.com/gadgets/2017/09/microsoft-building-a-new-graphical-interface-for-managing-windows-servers/

https://azure.microsoft.com/en-us/blog/announcing-the-public-preview-for-azure-file-sync/

Azure File Sync
Azure File Sync wurde als weitere Neuerung angepriesen. Damit soll im Azure Storage ein zentralisierter Fileservice etabliert werden, welcher dann in mehreren Standorten auf lokalen Fileservern bereitgestellt werden kann. Wenn nun einer dieser lokalen Fileserver ausfällt, hat der Benutzer immer noch Zugriff auf die Daten, jedoch temporär in der Cloud. Sobald der Server ersetzt wurde werden die Files wieder synchronisiert und der Benutzer greift wieder auf die Daten vor Ort zu. Dies hat auch den Vorteil, dass für das Sichern der Daten der Azure Backup Service genutzt werden kann. Diese Feature befindet sich aktuell noch im Preview Status.

Exchange

Im Bereich Exchange werden wir immer mehr mit Migrationen von lokalen Exchange Umgebungen (On Premise) nach Office 365 (Exchange Online) konfrontiert. Ein gängiges Szenario für solche Migrationen von grösseren Umgebungen ist der Hybrid Ansatz, welcher erlaubt Postfächer sowohl lokal auf dem Exchange Server als auch in Office 365 zu betreiben.

Eine Hybrid Konfiguration bringt immer eine gewisse Komplexität mit sich und es bestehen nach wie vor diverse Limitierungen. Jedoch wurden dieses Jahr relativ viele Kinderkrankheiten korrigiert und für das kommende Jahr einige neue Features angekündigt. Durch die neuen Features wird die Komplexität weiter reduziert und es wird in Zukunft relativ einfach sein solche Hybrid-Konfigurationen einzurichten.

 

Des Weiteren wurden für das Jahr 2018 folgende neue Produkte angekündigt:

  • Office 2019
  • Exchange Server 2019
  • SharePoint Server 2019
  • Skype for Business Server 2019

Diese Produkte werden Mitte 2018 als Preview verfügbar sein und sollten dann Ende 2018 für den Verkauf freigegeben werden.

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