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Microsoft Direct Routing – mit eigener SIP-Anbindung

Wie im Bericht zum Skype for Business Server 2019 erwähnt, wurde die Funktion rund um den Cloud Connector abgeschafft. Stattdessen bietet sich nun die Möglichkeit, die Amtskopplung sehr einfach direkt zwischen dem Session Border Controller des Kunden und der Microsoft Cloud herzustellen. Das Zauberwort heisst «Microsoft Direct Routing», welches wir Ihnen gerne etwas näherbringen:

Sie können von ihrer eigenen Telefonieanlage oder von einem Carrier einen eigenen SIP-Trunk in die Office 365 Cloud schalten lassen und damit sowohl die Rufnummernbereitstellung durch Microsoft als auch die Gebührenabrechnung durch Microsoft umgehen. Microsoft entwickelt diese Möglichkeit aber nicht, weil Sie kein Geld verdienen wollen sondern weil es Umgebungen gibt, in denen die von Microsoft angebotenen PSTN-Funktionen nicht ausreichen. Dazu zählen:

  1. Keine PSTN-Verfügbarkeit im Zielland, wozu auch die Schweiz zählt

Auch wenn Microsoft seine Abdeckung beständig ausbaut, gibt es noch sehr viele Länder auf der Erde, die noch nicht ohne lokale Übergänge telefonieren können. Es wird sicher auch Länder geben, wo dies noch lange Zeit aufgrund gesetzlicher Regelungen so sein wird.

  1. Koexistenz mit bestehenden Telefonieanlagen und Rufnummern

Kleine und neue Firmen, die in Ländern mit Microsoft Phone System-Abdeckung starten, können natürlich direkt mit und ausschliesslich mit Teams telefonieren. Aber was machen Firmen, die lokal eine Telefonanlage haben und nicht alle Anwender umstellen können oder wollen? Hier muss es eine Möglichkeit einer Koexistenz geben. Das gilt insbesondere für Rufnummern, die in "Blöcken" übertragen werden

  1. DECT, Aufzüge, Türsprechstellen etc.

Telefonie wird nicht nur von Menschen auf PCs genutzt. Einige andere Endgeräte können sich nicht mit Teams verbinden, da Teams keine "Strassen-SIP"-Geräte direkt unterstützt.

Es gibt noch jede Menge weiterer Szenarien, in denen etwas mehr als nur "Teams" benötigt wird. Mit Teams wird alles einfacher und direkter, als dies mit Skype for Business Online bislang gewesen ist. Die Zielgruppen sind somit in erster Linie:

  • Firmen in Ländern, in denen Microsoft selbst keine Telefonie anbietet
  • Firmen, die ihren eigenen Telekom-Provider behalten wollen
  • Firmen, die 3rd Party Lösungen über die Session Border Controller anbinden wollen

PageUp AG hat bereits erste Erfahrungen im eigenen Labor mit der neuen Technologie gesammelt und für uns stellt diese Option definitiv eine auf KMUs zugeschnittene Möglichkeit zu herkömmlichen Telefonieanlage bei deren Ablösungen dar. Gerne besprechen wir Ihren Use Case und erarbeiten den Lösungsansatz.

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